• Kay Nordenbrock

Ist es 2022 noch sinnvoll, in Bitcoin zu investieren?



In diesem Artikel habe ich mir etwas näher angeschaut, ob es im Jahr 2022 noch sinnvoll ist, in Bitcoin zu investieren. Um das herauszufinden, habe ich mir Prognosen von Experten angeschaut und die langfristigen Chancen und Risiken des Bitcoin unter die Lupe genommen. Das erwartet dich im Artikel:

Bitcoin-Grundlagen: Investitionsthese Wertspeicher

Durch Bitcoins Grundlagen und den bisherigen Kursverlauf ist die momentan wohl stärkste Investitionsthese für Bitcoin die des Wertspeichers. Die Grundlage von Bitcoin selbst sind schnell erklärt. Durch den Bitcoin-Code, der von den Schürfern angewandt und von Knotenpunkten kontrolliert wird, ist Bitcoin auf eine Gesamtmenge von 21 Millionen Coins beschränkt. Ein sogenanntes Hardcap.


Dazu ist festgelegt, wie viele Bitcoin pro Block geschürft werden können. Diese Zahl halbiert sich etwa alle vier Jahre. Durch die festgelegten Belohnungen pro Block und das Hardcap von 21 Millionen Coins ist Bitcoin vorhersehbar. Wichtiger ist aber noch: Niemand kann auf Wunsch mehr Bitcoin schürfen oder drucken als im Code festgelegt.


Die Inflationsrate von Bitcoin liegt momentan bei 1,7 Prozent und läuft mit der Zeit immer weiter auf null zu. Solange die Nachfrage nach Bitcoin also jährlich um mehr als 1,7 Prozent steigt, ist die Chance groß, dass auch der Preis des Bitcoin steigt.


Bisher konnte Bitcoin eine gute Performance als Wertspeicher abliefern mit einer jährlichen Rendite von rund 94 Prozent. Eine entscheidende Frage für Bitcoin als Wertspeicher ist also, ob die Nachfrage weiter steigen wird oder das Interesse nachlässt. Recherchen von Triple A schätzen die momentane Adoptionsrate von Kryptowährungen auf durchschnittlich 4,2 Prozent weltweit, die Webseite Finder.com schätzt die Bitcoin-Adoptionsrate auf rund 5 Prozent.


In jedem Fall gibt es noch reichlich Luft nach oben, da rund 95 Prozent der Weltbevölkerung noch kein Bitcoin besitzen. Wir schauen uns an, was Experten für den Bitcoin-Preis prognostizieren und schauen weiter, wie sich Bitcoin als Wertspeicher durch Adoption entwickeln könnte.


Experten-Prognosen zum Bitcoin-Preis

JP Morgan Chase: JP Morgan ist eine der größten Investmentbanken der Welt. In einem Bericht (via Bitcoin.com), den die Bank im Februar 2022 veröffentlicht hat, sagt sie voraus, dass der Preis des Bitcoin langfristig bei 150.000 US-Dollar landen wird. Allerdings gibt sie keine Definition davon, was sie als langfristig definiert.


Momentan liegt der Preis bei rund 20.000 Dollar, bis zu 150.000 Dollar wäre also ein guter Gewinn.


Cathie Wood, Ark Invest: Cathie Woods Investment-Firma Ark Invest hat ebenfalls im Januar einen Bericht (via Markets Insider) veröffentlicht, der den Langzeitpreis von Bitcoin voraussagen möchte. Demnach könnte ein Bitcoin rund 1 Millionen US-Dollar bis 2030 wert sein. Das sind momentan noch knapp acht Jahre bis dahin.


Ark Invests Hauptargument ist die weitere Adoption des Bitcoin. So hat El Salvador als erstes Land Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel erklärt und später auch die Zentralafrikanische Republik. Zudem war 2021 das Jahr, in dem große Unternehmen Bitcoin eingekauft haben. Dazu zählen Tesla, Microstrategy, Block, Coinbase und mehr. Das Thema Adoption behandeln wir noch in einem separaten Abschnitt.


PlanB: PlanB ist ein anonymer Analyst, der das Stock-to-Flow-Modell auf Bitcoin angewandt hat. Das Modell nimmt die bestehende Anzahl an Coins, also den Stock und die Coins, die noch geschürft werden (Flow) als Eingaben. Daraus berechnet es den stetig wachsenden Preis.


Natürlich handelt es sich dabei um ein unglaublich simples Modell, es war aber in der Vergangenheit sehr präzise. Seit Anfang des Jahres weicht der tatsächliche Preis stark vom Preis ab, den das Modell vorhersagt. Im Februar wies PlanB noch darauf hin, dass sowohl das Stock-to-Flow-Modell als auch das logarithmische Modell einen Bitcoin-Preis von 100.000 US-Dollar in 2023 voraussagen.

Peter Schiff: Peter Schiff ist CEO der Euro Pacific Capital und Gründer von SchiffGold. Er ist ein großer Fan von Gold und sieht in Bitcoin keine Zukunft. Peter gibt uns zwar keine Langzeitprognose, kurzfristig sagt er aber häufig Crashes voraus - und hatte dieses Jahr auch hin und wieder Recht. Langfristig jedoch hat sich der Preis bisher immer mit starken Gewinnen erholt.


Chance: Bitcoin Adoption von Ländern und Unternehmen

Das Bitcoin-Netzwerk und damit auch der Preis pro Coin wachsen durch Adoption und dadurch, dass mehr Menschen mit Bitcoin interagieren. Das passiert momentan hauptsächlich auf zwei Arten: Länder erklären Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel und durch die Adoption von Unternehmen.


Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel

Momentan ist Bitcoin gesetzliches Zahlungsmittel in zwei Ländern: El Salvador und der Zentralafrikanischen Republik, wie CNBC berichtet. Das bedeutet, in diesen Ländern gibt es keine Steuern auf Gewinne durch Bitcoin-Handel. Händler müssen Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren, wenn sie dazu technisch in der Lage sind und sie können ihre Steuern in Bitcoin bezahlen.


In El Salvador ist es zum Beispiel so, dass trotzdem niemand gezwungen ist, Bitcoin zu verwenden. Denn auch wenn ein Kunde sich entscheidet, in Bitcoin zu zahlen, kann der Verkäufer die Bitcoins instantan in US-Dollar umwandeln. In beiden Ländern ist Bitcoin zweites Zahlungsmittel neben der dort vorherrschenden Fiat-Währung.


Das bedeutet aber nicht, dass Bitcoin in anderen Ländern illegal ist. In vielen Ländern gibt es schlicht noch keinen gesetzlichen Rahmen für das Geld. Es ist also weder offiziell legal noch illegal. Solange Kryptowährungen nicht explizit verboten sind, wie zum Beispiel in China, dürfen Bürger Bitcoin halten.


In der EU soll Bitcoin durch die europäische Verordnung über Kryptowerte (MiCA) geregelt werden. Dieser soll laut Webseite “Anleger schützen und die Finanzstabilität wahren, gleichzeitig aber Innovationen ermöglichen und die Attraktivität der Kryptobranche fördern.” Momentan handelt es sich dabei um eine vorläufige Einigung, die noch vom Europäischen Parlament gebilligt werden muss, danach kann das förmliche Annahmeverfahren eingeleitet werden.


Auch in den USA soll es mehr und mehr Regulierungen für Bitcoin geben. Diese Regulierungen geben Investoren und Unternehmen einen klaren gesetzlichen Rahmen, indem sie klären, was erlaubt ist und was nicht. Das schafft Sicherheit für Investoren und Unternehmen, was wiederum die Adoption potenziell erhöht.


Institutionen und Unternehmen investieren

Auch einige große Unternehmen halten Bitcoin in ihren Portfolios. Das Unternehmen mit den meisten Bitcoin in der Unternehmensbilanz ist wahrscheinlich MicroStrategy. Das Software-Unternehmen, geführt von Michael Saylor, hält stand 29. Juni 2022 129.699 Bitcoin, welche es für 3,98 Milliarden US-Dollar gekauft hat. Das entspricht einem Durchschnittspreis von 30,664 Dollar pro Coin.

MicroStrategy nutzt Bitcoin als Wertspeicher und Inflationsschutz. Wann immer das Unternehmen Dollar erwirtschaftet, welche es langfristig halten will, tauscht es diese in Bitcoin um. Anfangs hat das Unternehmen auch Schulden zu niedrigen Zinssätzen aufgenommen, um damit Bitcoin zu kaufen.


Michael Saylor ist vor Kurzem als CEO des Unternehmens zurückgetreten, um fortan als Vorsitzender zu agieren. So könne er sich besser auf die Bitcoin-Strategie von MicroStrategy konzentrieren. In Interviews betont er immer wieder, dass sein Unternehmen Bitcoin für die nächsten 100 Jahre halten wolle.


Das wahrscheinlich bekannteste Unternehmen mit Bitcoin in der Bilanz ist Tesla. Sie haben 2020 1,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin investiert und die Coins sogar kurzfristig als Zahlungsmittel angenommen. Den Schritt hat Elon Musk aber recht schnell widerrufen, da er Bedenken zum Stromverbrauch des Coins hatte.


Im Juli 2022 hat Tesla rund 75 Prozent der Bitcoin für 936 Millionen Dollar verkauft, da das Unternehmen an Cash-Reserven aufstocken wollte. Tesla sei aber weiterhin "offen, unsere Bitcoin-Bestände in Zukunft zu erhöhen, daher sollte dies nicht als Urteil über Bitcoin gewertet werden", heißt es in dem vierteljährlichen Update.


Auch der größte Vermögensverwalter der Welt, BlackRock, bietet seinen Kunden Bitcoin in Form eines privaten Bitcoin-Trusts an. Damit können Privatkunden des Verwalters Bitcoin direkt kaufen.


„Trotz des starken Abschwungs auf dem Markt für digitale Vermögenswerte sehen wir bei einigen institutionellen Kunden immer noch ein erhebliches Interesse daran, wie sie mithilfe unserer Technologie- und Produktkapazitäten effizient und kostengünstig auf diese Vermögenswerte zugreifen können“, sagte BlackRock in einer Erklärung gegenüber der Financial Times.


Das sind die drei wahrscheinlich bekanntesten Unternehmen im Bitcoin-Ökosystem. Dazu gehören aber noch viele weitere und nicht nur solche, die Bitcoin gekauft haben, sondern auch solche, die mit Bitcoin arbeiten. Zum Beispiel bieten auch Zahlungsabwickler wie PayPal den Handel mit Bitcoin an.


Dazu gibt es zahlreiche Börsen wie Bison, die Börse Stuttgart Digital Exchange oder Coinbase aus den USA, welche Bitcoin-Dienste anbieten. Einige davon investieren selbst in die Kryptowährung. Ebenfalls Unternehmen wie Intel, die Chips explizit für das Schürfen von Bitcoin herstellen, gehören zum stetig wachsenden Netzwerk an Unternehmen, welche an oder mit Bitcoin arbeiten.


Die Schürfer selbst sind mittlerweile teilweise öffentliche Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mehreren Hundert Millionen US-Dollar. Dazu gehören unter anderem Marathon, Hut 8 oder Bitfarms. Das Netzwerk an Unternehmen im Bitcoin-Sektor ist in den letzten Jahren stark gewachsen.


Damit wächst auch die Anzahl der Menschen, die Interesse daran haben, Bitcoin an weitere Menschen zu empfehlen. Je größer das Netzwerk, desto mehr Menschen können sich über Bitcoin austauschen oder sogar Geschäfte in Bitcoin erledigen. Wenn jeder eine BTC-Wallet hat, ist keine Bank oder eine andere Institution mehr als Mittelsmann nötig, um Wert über Zeit und Raum zu transferieren.


Wo wir gerade beim Thema sind: Wenn dir der Artikel gefällt und du den Blog unterstützen möchtest, findest du unter diesem Artikel meine Bitcoin-Adresse. Damit kannst du mir ein paar Sats über das Bitcoin-Netzwerk zukommen lassen.


Risiken bei einer Investition in Bitcoin

Bei jeder Investition gibt es Risiken. Das ist bei einer Investition in Bitcoin nicht anders. Darum solltest du dir dieser bewusst machen, bevor du investierst. Denn nur so kannst du sicherstellen, dass du nicht zu viel investierst und dass du weißt, worauf du dich einlässt.


Volatilität: Ist das überhaupt ein Risiko?

Im Zusammenhang mit Bitcoin wird oft die Volatilität als eines der größten Risiken zitiert. Verglichen mit Aktien oder Staatsanleihen ist Bitcoin sehr volatil. Das bedeutet, der Preis schwankt bei BTC stärker als bei anderen Anlageklassen. Die Frage ist: Ist das überhaupt ein Risiko? Die Ansicht “Volatilität ist gleich Risiko” finde ich etwas kurzsichtig, denn ganz so einfach ist das nicht.


Volatilität kann ein Risiko sein, allerdings hauptsächlich dann, wenn du planst Bitcoin nur kurzfristig zu halten oder zu traden. Langfristig in einer Spanne von vier bis fünf Jahren oder mehr konnte Bitcoin bisher immer Gewinne verzeichnen. In diesem Fall ist die Volatilität eher eine Chance als ein Risiko, da BTC im Vergleich mit Aktien, Gold oder Staatsanleihen über einen langen Zeitraum bisher immer deutlich besser abschneidet.


Volatilität kann aber auch ein Risiko sein. Es kann sein, dass du zwar planst Bitcoin langfristig zu halten, Pläne gehen in der Realität aber nicht immer auf. Hast du nicht genügend Reserven in Fiat-Währung und es fallen unerwartet Kosten an, könnte es sein, dass du deine Bitcoin-Position eher als gedacht liquidieren musst.


Schwankt der Bitcoin-Preis zu diesem Zeitpunkt nach unten, könntest du durch die Volatilität einiges an Kaufkraft verlieren. Volatilität kann also durchaus ein Risiko sein, es ist es aber nicht in jedem Fall. Grundlegend ist sie kurzfristig ein Risiko, langfristig allerdings eine Chance.


Black Swan Event (Schwarzer Schwan)

Ein weiteres Risiko ist das sogenannte Black Swan Event. Für eine Definition zitiere ich Wikipedia:


“Ein Black Swan (deutsch „schwarzer Schwan“) ist in der Wirtschaft der Anglizismus für unerwartete und unwahrscheinliche zukünftige Ereignisse mit erheblichen Auswirkungen.” Weiter heißt es dort: “Seine Seltenheit wird in der Wirtschaft, insbesondere in der Finanzwirtschaft, für Ereignisse mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit übernommen. Es handelt sich um zufällige und unerwartete Ereignisse, die den Menschen zwingen, seine Sicht der Dinge zu ändern.”


Hierbei handelt es sich also um ein zufälliges und unerwartetes Ereignis. Im Fall von Bitcoin wäre das ein Ereignis, was niemand vorhergesehen hat und das BTC stark schadet. Was das für ein Event sein könnte, kann ich logischerweise nicht sagen, da es dann kein Black Swan Event mehr wäre.


Goldstandard: Kann Gold dem Bitcoin gefährlich werden?

In einem Interview mit dem deutschen Honorarberater Marc Friedrich nennt Saifedean Ammous, Autos des Buches “Der Bitcoin-Standard” den Goldstandard als die seiner Meinung nach größte Bedrohung für den Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel. Um zu verstehen, was er damit meint, klären wir erst einmal, was der Goldstandard überhaupt ist.


Der Goldstandard ist ein Währungssystem, bei dem entweder Gold in Form von Münzen oder Barren direkt die Währung ist oder ein System, in dem Papierwährung einen Anspruch auf Gold repräsentiert. Wenn du zum Beispiel einen 50-Euro-Schein jederzeit in einem Gramm Gold umtauschen könntest, wäre das ein System, welches dem Goldstandard entspricht.


Hier dient das Gold als Anker für die Währung. Im besten Fall kann nicht mehr Papiergeld gedruckt werden, als Gold als Reserve hinterlegt ist. Das sorgt dafür, dass die Währung nicht uneingeschränkt gedruckt werden kann, was wiederum dafür sorgt, dass Inflation nicht so einfach aus dem Ruder laufen kann.


Laut Saifedean würde in einem Geldsystem unter einem Goldstandard die Nachfrage nach Bitcoin stark nachlassen, da die Gold-gedeckte Währung selbst als Wertspeicher fungieren kann. Das macht Bitcoin mehr oder weniger überflüssig. Die Chance, dass das passiert, hält er für gering. Allerdings wäre das keine schlechte Sache, da er einen Goldstandard immer noch weitaus besser als das jetzige Fiat-System findet, in dem Geld quasi uneingeschränkt gedruckt werden kann.


Regulierung: Ist das China-Verbot realistisch?

Ein weiteres Risiko ist die zu starke Regulierung des Bitcoin. Im schlimmsten Fall könnte Bitcoin komplett verboten werden, wie es in China der Fall ist. Das Verbot dort hat vor allem dem Netzwerk der Miner stark geschadet, welches quasi von einem auf den anderen Tag rund 50 Prozent Rechenpower verloren hat. Das Bitcoin-Netzwerk lief aber auch mit diesem Verlust einwandfrei weiter und hat mittlerweile sogar mehr Rechenpower in Form von Minern als zuvor.


Ein Szenario wäre, dass Bitcoin in Deutschland oder der EU verboten wird. Da die oben verlinkte MiCA-Verordnung allerdings kein Bitcoin-Verbot vorsieht, glaube ich nicht, dass ein solches in naher Zukunft realistisch ist. Auch da mehr und mehr Unternehmen und Menschen daran interessiert sind, Bitcoin zu halten, bekommt die Politik immer größere Anreize, Bitcoin nicht nur nicht zu verbieten, sondern zu unterstützen.


Nehmen wir mal an, Deutschland oder die EU würde so ein Verbot trotzdem durchsetzen. Was würde passieren? Mit Sicherheit kann das niemand sagen. Allerdings ist Bitcoin nur sehr schwierig zu konfiszieren. Wenn es um Euros geht, kann der Staat oder die Bank relativ einfach die Konten einfrieren, sodass du darauf nicht mehr zugreifen kannst. Bei Bitcoin ist das nicht so einfach.


Hältst du die Coins auf einer Hardware-Wallet wie dem Legder (Affiliate-Link) hat nur die Person, die diese Wallet physisch in den Händen hält, Zugriff auf die Bitcoin. Das bist im besten Fall du selbst. Umgekehrt heißt das, wenn der Staat Bitcoin verbieten und die Coins von Bürgern einsacken möchte, müsste er von Haus zu Haus gehen und die Wallets der Leute einsammeln, die sie nicht freiwillig hergeben. Ich zumindest halte das für unrealistisch.


Das ist natürlich nicht die einzige Sorge bei einem Verbot. Der Bitcoin-Preis würde wahrscheinlich erst einmal stark nach unten gehen, da Investoren Vertrauen in Bitcoin verlieren könnten. Das könnte auch über einen längeren Zeitraum den Preis unten halten. Wie schon erwähnt, halte ich so ein Verbot aufgrund der MiCA-Verordnung allerdings unwahrscheinlich.


Fazit: Es kommt auf den Zeitraum der Investition an

Am Anfang stand die Frage, ob es noch Sinn macht, in Bitcoin zu investieren unter der Investitionsthese des Wertspeichers. Durch die reinen Grundlagen des Bitcoin, also das Hardcap von 21 Millionen und das steigende Interesse von Unternehmen und Ländern sowie eine Regulierung in der EU, denke ich, dass die Nachfrage an Bitcoin in den kommenden Jahren steigen wird.


Wenn du für die nächsten fünf Jahre oder mehr investieren möchtest, stehen die Chancen gut, dass der Bitcoin-Preis bis dahin höher sein wird als er jetzt ist. Wenn du nur wenige Stunden, Tage, Wochen oder Monate in Bitcoin investieren möchtest, ist das ein reines Glücksspiel. Die Volatilität des Coin macht es unvorhersehbar, wohin die Reise kurzfristig geht.


Aufgrund der im Artikel erwähnten Argumente und langfristigen Prognosen von Experten sehe ich Bitcoin auch in 2022 noch als eine gute langfristige Investition von fünf Jahren oder mehr. Wer kurzfristig handeln oder spekulieren möchte, geht mit BTC ein sehr hohes Risiko ein.


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